Tierheilpraktiker

Der Tierheilpraktiker sieht seinen Patienten als ganzes. Er behandelt nicht wie der Tierarzt nur das Symptom, sondern versucht, die Ursache hinter einer Erkrankung zu finden und bereits dort zu helfen. Er ist also mehr ein Gesundheitsdetektiv.

Im Gegensatz zum Tierarzt muss der Tierheilpraktiker kein nennenswertes Studium absolvieren. Allerdings wird sein Studium auch wesentlich weniger Tieren Leid und Leben gekostet haben. Der Beruf des Tierheilpraktikers ist nicht geschützt und so kann sich quasi jeder Tierheilpraktiker nennen, der sich mit der Gesundheit von Tieren beschäftigt. Es ist also immer Vorsicht geboten!

Das Studium

Tierheilpraktiker haben die Möglichkeit, ihr Wissen in Wochenendkursen oder Abendseminaren zu vertiefen. Eine Vollzeitschule gibt es für den Tierheilpraktiker nicht. Die Grundausbildung dauert etwa zwei Jahre und kostet ca. 3000 €. Eine Art Abschlussprüfung wird vom jeweiligen Verband, dem die Schule angehört, durchgeführt. Die Durchfallquote ist sehr gering (wenn nicht bei 0), allerdings treten bei weitem nicht alle, die eine Tierheilpraktikerausbildung beginnen auch zur Prüfung an.

Wann den Tierheilpraktiker rufen?

Im Grunde kann ein Tierheilpraktiker bei allen leichteren Erkrankungen und kleineren Verletzungen, die keinen akut lebensbedrohlichen Zustand aufweisen, behandeln. Besonders hilfreich kann ein Tierheilpraktiker in Sachen Ernährungsfragen, chronische Erkrankungen oder “unerklärliche” Symptome sein.

Die Behandlung

Ein Tierarzt verabreicht ein Mittel, und in kurzer Zeit geht es dem Patienten augenscheinlich besser. Allerdings ist lediglich das Symptom unterdrückt. Beim Tierheilpraktiker ist dies nicht der Fall, im Gegenteil. Die Heilung kann sich je nach Behandlungsmethode lange hin ziehen und sich sogar erst einmal verschlimmern um dann von Grund auf auszuheilen. Für den Menschen des Patienten ist dies eine harte Geduldsprobe und viele halten dies nicht durch.

Heilpraktiker finden

Einen guten Heilpraktiker zu finden ist mindestens genau so schwer, wie einen wirklich guten Tierarzt zu finden, aber es lohnt sich. Worauf du unbedingt achten solltest:

  • Wie geht er mit dem Patienten um?
  • Macht er sich Notizen und prüft sehr genau (kann bis zu zwei Stunden dauern) oder weis er bereits was fehlt noch bevor er den Patienten überhaupt gesehen hat?
  • Wie lange ist er als Tierheilpraktiker angemeldet? Arbeitet er Vollzeit? Je länger jemand intensiv praktiziert, um so besser ist er, denn gute Heilpraktiker werden immer genug zu tun haben.
  • Welche Schule wurde besucht und kann er ein Prüfungszertifikat vorweisen?
  • Hat er sich auf einige Erkrankungen und Behandlungssysteme spezialisiert oder behauptet er alles zu können? (Es ist einfach nicht möglich von der Maus bis zum Pferd und von der TCM bis zur Homöopathie alles gleich gut bzw. perfekt zu beherrschen!)
  • Suche Menschen, die bereits gute Erfahrungen mit einem Tierheilpraktiker hatten, doch bedenke, dass die bei dir lebende Katze eine andere Erkrankung hat.

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gesundheit/tierheilpraktiker/start.txt · Zuletzt geändert: 25.07.2007 16:04 von feilchen
 
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