Im Gegensatz zu uns Menschen leiden Katzen erst ab dem letzten zehntel ihres Lebens unter merklichen Altersbeschwerden.
Es gibt Katzen, die werden 20 Jahre und älter. Leider ist dies jedoch nicht die Regel. Die Durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei zehn bis zwölf Jahren. Rassekatzen leben in der Regel kürzer als natürliche Mischlingskatzen. Um eine Katze in Würde altern zu lassen, gibt es verschiedene unterstützende Maßnahmen. Aufhalten kann man den Alterungsprozess allerdings nicht, jedoch ist es möglich, eine Katze bis ins hohe Alter gesund, aktiv und zufrieden zu erhalten.
Als erstes wird sich das Alter der Katze in ihrer Beweglichkeit wiederspiegeln. Ob es die Fellpflege, das Jagen oder nur das Klettern auf den Lieblingsplatz ist, es wird der Katze zunehmend schwerer fallen und alle Bewegungsabläufe wesentlich langsamer stattfinden. Häufig lassen auch die Sehfähigkeit und das Gehör immer mehr nach.
Eine fette, faule Katze wird garantiert früher sterben und schlechter leben als eine aktive Katze. Daher sind Spielzeiten und eine entsprechende Nahrungsauswahl sehr wichtig. Eine schlanke Katze leidet wesentlich seltener an Erkrankungen wie Diabetes als eine übergewichtige Katze.
Es gibt jedoch auch das andere Extrem - Katzen, die sehr sparsam essen und kaum etwas freiwillig zu sich nehmen. Häufig hilft in diesem Fall nicht einmal gutes zureden. Natürlich darf man eine Katze nicht zwangsernähren, aber für die Gesunderhaltung ist es wichtig, dass eine Katze gesunde Lebensmittel isst und nicht nur den Kuchen vom Kaffeetisch mopst. Einige Geschmacksvariationen um die tägliche Mahlzeit attraktiver zu gestalten sind unter Appetitanreger aufgeführt.
Katzen haben im Alter einen reduzierten Kalorien und Eiweißbedarf. Bleiben die Portionen im Alter gleich, kann unter Umständen Fettleibigkeit entstehen.
Faserreiche Nahrung ist zur Gewichtsreduktion ideal. Faserreiche Nahrung fördert die Verdauung, putzt den Magen-/Darmtrakt und wirkt Verstopfungen entgegen.
Frischkost in der Nahrung ist sehr gesund. Auch frisches Obst und Gemüse kann der Nahrung zugegeben werden, allerdings ist es wichtig, erst mit kleinen Mengen zu beginnen und die Dosierung langsam zu erhöhen. Zu viel frische (oder ungewohnte) Nahrung kann allergische Reaktionen und Durchfall verursachen. Insbesondere bei alten Katzen ist eine Überbelastung des Magen-/Darmtraktes durch ungewohnte oder schwer verdauliche Nahrungsmittel zu vermeiden.
Im Alter lässt die Körpereigene Enzymproduktion nach und dringend benötigte Nährstoffe werden weniger gut verwertet. Hier können bei Bedarf Nahrungsergänzungen helfen.
Ältere Katzen trinken in der Regel zu wenig, was unter anderem zu Dehydration und Nierenproblemen führen kann. Daher ist es wichtig, an mehreren Stellen frisches Trinkwasser und im idealfall auch andere Getränke wie Frucht- oder Gemüsesäfte anzubieten.
Die Flüssigkeitszufuhr kann theoretisch komplett über die Nahrung geregelt werden; wenn die Katze nicht trinken möchte, dann einfach die Nahrung etwas mehr verwässern.
Um zu kontrollieren, ob und wie viel die Katze getrunken hat, kann man das Wasser morgens und Abends in einem Messbecher kontrollieren.
Bewegung beugt vielen Altersbeschwerden wie Arthritis vor und bietet einer Katze darüber hinaus ein großes Maß an Lebensfreude. Ein empfohlener Richtwert liegt bei zwei mal zwanzig Minuten täglich spielen, wobei sich die Intensität natürlich nach dem gesundheitlichen Zustand der Katze richtet.
Dem erschwerten Bewegungsablauf der Katze können wir sehr schön entgegenwirken, damit sie möglichst wenig auf ihre Gewohnheiten verzichten muss. Baue einfach eine kleine Treppe, damit sie weiterhin auf ihrer Fensterbank platz nehmen kann. Vor Sessel oder Sofa sind kleine Gebetsschemel wunderbar um die Höhe zu überbrücken und ein kleines Brett an der Küchenbank befestigt, dient ihr als Steighilfe.
Viele Katzen sind schon in jungen Jahren nicht von einem Wohnortswechsel begeistert. Im Alter können jedoch bereits kleine Veränderungen im Leben einer empfindlichen Katze diese völlig aus der Bahn werfen. Daher sollten nach Möglichkeiten keine großen Veränderungen im Umfeld der Katze stattfinden. Auch mit einem neuen Mitbewohner tut man der Katze keinen Gefallen. Er wird sie höchstens in ihrem gewohnten Tagesablauf stören. Es ist besonders alten Katzen sehr wichtig, dass ihr gewohnter Ablauf nicht gestört oder verändert wird.
Wie auch wir Menschen werden manche Katzen im Alter sehr eigensinnig. Wir sollten Rücksicht üben und ihr mit einem gewissen Maß an Nachsicht begegnen. Kinder sollten längst gelernt haben, eine Katze in Frieden zu lassen wenn diese nicht spielen möchte und echte Rückzugsmöglichkeiten sollten auch schon immer vorhanden gewesen sein. Wenn nicht, wird es nun höchste Zeit. Eine Katzenklappe zum tagsüber verschlossenen Schlafzimmer kann für eine alte Katze den Himmel auf Erden bedeuten.
Im Alter können verschiedene Erkrankungen auftreten. Die Palette reicht hier von kleinen Wehwehchen bis hin zu sehr schmerzhaften Gelenkserkrankungen oder Krebs.
Tierärzte empfehlen eine jährliche Vorsorgeuntersuchung bei Katzen ab dem zehnten Lebensjahr. Beim Tierarzt ist es sinnvoll, ein Ultraschall von Herz und Nieren machen zu lassen. Auch ein Blutbild kann helfen, Erkrankungen oder Ernährungsfehler aufzudecken.
Aber besonders wir Mitbewohner können viel für die Gesunderhaltung der Katze tun. Zur regelmäßigen Vorsorge gehört der allgemeine Gesundheits-Check, den jeder menschliche Mitbewohner erlernen sollte.
Zusätzliche Vitaminbomben (besonders Vitamin E und C) werden häufig verwendet, um Herzerkrankungen vorzubeugen.
Um Nierenproblemen vorzubeugen, kann viel getan werden. Ganz wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr um Nierenleiden vorzubeugen. Siehe hierzu: Nierenprobleme
Im Alter treten häufig sehr schmerzhafte Gelenkserkrankungen wie beispielsweise Arthritis auf. Schmerzmittel haben meist verherende Nebenwirkungen und sind nicht für den Dauereinsatz geeignet. Ein Leben, das nur aus Schmerzen besteht, ist jedoch kein echtes Leben mehr. Hier können die unter Arthritis aufgeführten Heilmittelchen Linderung verschaffen. Auch eine Behandlung mit Akupunktur kann, wenn sie von einem guten Arzt durchgeführt wird, wahre Wunder bewirken. Ein Versuch ist es in jedem Fall wert!
Zahnprobleme sind sehr schmerzhaft. Der Mundbereich sollte beim regelmäßigen Checkup ausgiebig kontrolliert werden. Zahnstein kann sogar gefährliche Organerkrankungen verursachen, daher bitte kontrollieren und bereits vorher informieren: Zähne der Katze
Manchmal könnte man auch bei jungen Katzen vermuten, dass sie taub sind, doch im Alter kann dieses Leiden tatsächlich vermehrt auftreten. Wenn die Katze also auf plötzliche Geräusche gar nicht mehr reagiert, kann sie Gehörprobleme haben. Augenprobleme erkennt man in der Regel daran, dass die Katze tollpatschig wirkt, plötzlich gegen Stühle oder Tische läuft oder schwierigkeiten hat auf eine Anrichte zu springen. Besonders gefährlich ist hier der Freigang, da die Katze eine Gefahr wie ein heran nahendes Auto nicht mehr rechtzeitig wahrnehmen kann. Es ist hier schwierig abzuschätzen ob man es einem gewohnten Freigänger wirklich der Sicherheit halber antun möchte, plötzlich eingesperrt zu werden.
Aufgrund der nachlassenden Beweglichkeit sind ältere Katzen häufig nicht mehr in der Lage, ihr Fell selbst zu pflegen. Viele Katzen genießen es daher, wenn dies ihr Mensch für sie übernimmt, auch wenn sie es bislang nicht zu schätzen wussten.
Manche Symptome können auf lebensbedrohliche Krankheiten hinweisen. Ein Fachmensch sollte zu Rate gezogen werden bei:
Die Haus und Heilmittel sollen im Ernstfall nicht die Arbeit eines Tierarztes oder Tierheilpraktiker ersetzen. Man kann häufig versuchen, ein passendes Mittel zu finden, nicht aber gleichzeitig alles kombinieren! Ob und wie einzelne Heilmittel eingesetzt werden können, bedarf jedoch einer genauen Diagnose, welche ein Laie nicht immer richtig durchführen kann. Falsch angewendete Hausmittel können unter Umständen mehr schaden als nutzen.
Die Infos wurden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert, sie sind dennoch ohne Gewähr.
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